Am 22. März 2026 lud der Freundeskreis Luftwaffe e.V. zu seiner jährlichen
Mitgliederversammlung ein. Insgesamt nahmen 26 stimmberechtigte Mitglieder teil.
Die ursprünglich geplante Besichtigung eines A330-Tankflugzeugs des multinationalen
Tankerverbands (MMU) musste leider entfallen, da zeitgleich eine Kommandoübergabe
stattfand. Stattdessen wurden zwei Fachvorträge angeboten: Der Stellvertretende
Kommandeur des Weltraumkommandos, Herr Oberst i. G. Spangenberg, referierte über
das Weltraumkommando. Zudem sprach der Abteilungsleiter Musterzulassung des
Luftfahrtamtes der Bundeswehr, Direktor Mosberger.
Insbesondere das Thema Kollisionsvermeidung im Erdorbit stieß auf großes Interesse.
Die enorme Anzahl an Satelliten, insbesondere in geostationären Umlaufbahnen, ist
beeindruckend und wächst stetig weiter. Dabei wurde deutlich, dass eine enge ressort-
und länderübergreifende Zusammenarbeit unerlässlich ist. Mit dem
Weltraumkommando sieht sich Deutschland hierfür gut aufgestellt.
Auch das Thema Musterzulassung verdeutlichte den hohen internationalen
Koordinierungsbedarf. Nationale Alleingänge gehören zunehmend der Vergangenheit an.
Gleichzeitig erfordert die Abstimmung gemeinsamer Verfahren Zeit. Mit neuen Produkten
werden zudem neue Prozesse innerhalb der Luftwaffe eingeführt werden müssen.
Erwartet werden eine verbesserte Interoperabilität, eine effizientere Materialerhaltung
sowie eine höhere Verfügbarkeit von Ersatz- und Austauschteilen.
Der Vorstand berichtete anschließend über die Arbeitsschwerpunkte des vergangenen
Jahres. Im Mittelpunkt stand der Neustart der Jugendarbeit nach den Einschränkungen
der Corona-Pandemie. Die Neuordnung von Zuständigkeiten innerhalb der
Bundeswehrliegenschaften sowie die zunehmende Nutzung von Betreiberlösungen
erschweren jedoch die Durchführung von Veranstaltungen. Hinzu kommt das Fehlen
ausreichender Unterkunfts- und Betreuungskapazitäten, was sich ebenfalls nachteilig
auswirkt. Perspektivisch könnte der Aufbau einer Reserve im Rahmen des neuen
freiwilligen Wehrdienstes hier für Entlastung sorgen.
Im Vorfeld der Versammlung festgestellte Mängel beim Einzug der Mitgliedsbeiträge
wurden analysiert und sollen bis Mitte des Jahres behoben werden. Ein weiterer wichtiger
Punkt war die Abstimmung über eine Satzungsänderung. Diese ermöglicht es künftig, der
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eine geringe Vergütung zu gewähren. Ziel
ist es, die bereits aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Freundeskreises weiter
auszubauen und insbesondere auch digitale Medien verstärkt zu nutzen, um den
Bekanntheitsgrad des Freundeskreises zu steigern und um über die Vereinsarbeit zu
informieren. Die Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen.
Auch die Jahresplanung des Schatzmeisters fand Zustimmung. Die zur Wahl stehenden
Vorstandspositionen des Generalsekretärs und des Schatzmeisters wurden in ihren
Ämtern bestätigt. Mit Bedauern wurde festgestellt, dass sich bei der Nachbesetzung der
Sektionsleitungen in Dresden und Berlin Schwierigkeiten abzeichnen. Interessierte
Mitglieder sind daher herzlich eingeladen, sich hierfür zu melden.
Abschließend konnte der Vorstand den Eingang zweier Spenden bekannt geben, die der
weiteren Vereinsarbeit zugutekommen sollen. Der Freundeskreis Luftwaffe bedankt sich
hierfür ausdrücklich bei den Spendern.
Autor: Hermann Muntz, Präsident des Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Redaktion: Petra Uhlherr, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit