Der ehemalige Generalinspekteur der Luftwaffe Ingo Gerhartz betonte und lobte, bei einem Treffen im letzten Jahr, den hohen Stellenwert der Jugendarbeit des Freundeskreis Luftwaffe e.V. .
Traditionsgemäß erfolgte in diesem Jahr die lang erwartete Wiederbelebung der Jungendinfotage. Diese Jugendtage sollen den jungen Menschen die Möglichkeit bieten, für kurze Zeit „Bundeswehrluft“ zu schnuppern, um sich dabei über dortige Berufe und Anforderungen zu informieren zu können. Ziel der Jugendinfotage 2025 bildete der Fliegerhorst Nordholz an der Nordseeküste, Heimat der einzigen fliegenden Verbände der Bundesmarine.
Eine interessierte und erwartungsfrohe Gruppe von zehn Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren fand sich rechtzeitig vor der Wache ein. Begleitet von zwei Reserve-Feldwebeln und vier Betreuern des Freundeskreises stand den ereignisreichen Tagen nichts im Wege. Begonnen wurde mit dem Besuch in der Truppenküche, danach konnte gut gestärkt in das Abenteuer „Streitkräfte“ gestartet werden.
Das erste Ziel bildeten die Fluginformation und der Tower des Standortes. Geduldig und mit viel Informationen blieb keine Frage der jungen Interessenten unbeantwortet. Für alle Anwesenden war der Tower-Anflug eines Mk 88A Sea Lynx wie auch der Start einer Do 228 sicherlich ein erstes Highlight. Nach einer umfangreichen Besichtigungsfahrt über diesen Standort kamen alle wieder zusammen. Der stellvertretende Kommodore gab einen ausführlichen Bericht über die beiden Geschwader MFG 3 und 5 sowie deren Ausrüstung und Aufgaben. Auch gab es einen Ausblick in die Zukunft, denn durch die Umrüstung auf das Waffensystem P-8A Poseidon und die Beschaffung weiterer NH-90 stehen diesem Standort erhebliche Veränderungen bevor.
Einblicke in Technik und Fluggeräte durften an diesem Tag nicht fehlen: Ein Sea Lynx Mk 88A stand den Jugendlichen samt Wart zur intensiven Begutachtung bereit. Ob innen oder außen, es durfte alles unter die Lupe genommen werden. Nicht minder informativ war die Darstellung der verschiedenen persönlichen Rettungssysteme, welche beim Einsatz über Wasser nicht fehlen dürfen. Am Abend gab es noch reichlich Zeit zum Kennenlernen und Fachsimpeln bei Pizza und Getränken. Die Nacht wurde standesgemäß in der Kaserne und auf Stube verbracht, gefolgt vom anschließenden Wecken und Frühstück.
Der Höhepunkt des zweiten Tages war der Besuch im P-3C Orion-Simulator. Jeder Anwesende bekam die Möglichkeit selbst das Steuerhorn in die Hand zu nehmen und simuliert ein paar Runden über Nordholz samt Landung zu drehen. Die Begeisterung war den jungen Leuten deutlich anzumerken. Den Abschluss bildete das Räumen der Zimmer mit vorheriger fachgemäßer Stubenabnahme. Bereits von den Eltern erwartet kamen die Jugendlichen zur Wache marschiert und nach dem traditionellen Gruppenfoto erfolgte die Rückreise mit reichlich Gesprächsstoff im Gepäck. Ausdrücklicher Dank gilt dem Marinefliegerkommando, den begleitenden sehr motivierten Feldwebeln und allen anderen Beteiligten welche dieses Event ermöglicht haben!
Andre Tschörtner, stellv. Leiter Sektion Wunstorf