Im Februar 2025 waren die Mitglieder des FKLw e.V. zusammen mit Mitgliedern des Arbeitskreis Reserve Offizier Köln zu einem erstklassigen Vortrag beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Köln. Herr Generalarzt Dr. Groß führt das Zentrum für Luft- und Raumfahrt Medizin seit fast 5 Jahren. 2017 erfolgte der Spatenstich für das Gebäude, in dem heute das DLR und das Zentrum für Luft-und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe gemeinsam arbeiten und forschen. Dies hat für beide Institute einen großen Mehrwert. Aber nicht nur Wissenschaft und Forschung der Flugmedizin der Bundeswehr sind hier unter einem Dach, sondern die gesamte Kompetenz der Flugmedizin der Luftwaffe.
„Keep them flying“ ist der Spirit, der in allen Abteilungen gilt. Hier finden nicht nur die Untersuchungen der klinischen Flugmedizin statt, sondern auch die psychologischen Eignungseinstellungen und Begutachtungen der Bewerber, des fliegerischen Dienstes und des Flugsicherungspersonals. Es arbeiten Wissenschaftler, verschiedene Fachrichtungen wie z.B. Zahnheilkunde, Rechtsmedizin, Fachärzte für Toxologie, Apotheker sowie Ingenieure und medizinische Fachangestellte usw. in diesem Gebäude zusammen.
Durch die kurzen Dienstwege, auch für die Piloten bzw. den Patienten, wird nicht nur Zeit gespart, sondern die Versorgung ist so optimal gesichert. Die Flugmedzin steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Zum Beispiel mit dem Einsetzen der Drohnen kann es zu sehr hohen Belastungen für den Piloten kommen. Belastungen können sein, multilaterale Bedingungen, nach einem Angriff die Leichen zählen zu müssen, Gefühle der Ohnmacht, weil man trotz der Entfernung alles Mitbekommt und nichts verhindern kann, die Folge könnte eine Posttraumatische Belastungsstörung sein. Außerdem fehlt oft die Möglichkeit zu einem Debriefing.
Ein anderes Problem, wenn dem Piloten schwindlig wird beim Sehen durch das Helm Visier usw. Die Zuhörer waren begeistert von dem sehr interessanten Vortrag und Herr Brigadegeneral Muntz bedankte sich bei den Generalarzt Dr. Groß einen Eurofighter-Model.
Als nächster Programmpunkt stand für die Teilnehmer der Besuch beim AGSHP (Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen) an. Dort wurden einige der Waffenmodele, die man im AGSHP schießen kann vorgestellt und erklärt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit mit den Waffen (hier Eingabegeräte) der P1 und dem G 36 auf Bundeswehr-Zielscheiben ihr Glück zu versuchen.
Zum Abschluss hatten die Teilnehmer die Gelegenheit in der OHG beim gemütlichen Beisammensein weiter zu fachsimpeln und den Nachmittag ausklingeln zu lassen.
(Foto & Text: Petra Uhlherr, PrÖA FKLw e.V.)