Ein seltenes und besonderes Event wurde dem FKLw e.V. beim Besuch der Flugabwehrraketengruppe 26 in Husum geboten. Zu Beginn erfolgte eine Einweisung und Darstellung des Verbandes, wie auch seiner Aufgaben. Im Folgenden wurde die Luftverteidigung, im Besonderen durch das Waffensystem PATRIOT und seiner Fähigkeiten beschrieben. Viele Fragen der Beteiligten und informative Auskünfte des anwesenden Offiziers vermittelten den interessierten Gästen einen Eindruck über das gerade aktuelle Thema Luftverteidigung. Im Gegensatz zu den früheren Zeiten des Kalten Krieges, wo ein flächendeckendes Netz an Flugabwehrstellungen die BRD überzog, sind in heutigen Zeiten die drei Patriot-Gruppen mit der Aufgabe betraut, größere Städte oder Hochwertziele zu schützen. Hinzu kommen noch Auslandseinsätze bei den östlichen NATO-Partnern.
Frisch gestärkt durch die Verpflegung in der Truppenküche wurde die Gruppe des Freundeskreises anschließend zu einem nahegelegenen Truppenübungsplatz geführt.
Nachdem wir auf einer eigens dafür errichteten Tribüne Platz nahmen, erfolgte die Darstellung eines Einsatzes einer PATRIOT-Staffel.
Verbunden mit fachlicher Erklärung sind die einzelnen Schritte beschrieben worden, die zur Sicherung des Gefechtsfeldes nötig sind um den Raum für der Verlegung der Staffel zu bereiten. Das Flugabwehrsystem OZELOT auf Wiesel-Panzer stellte hierbei die nötige Sicherung da. Nach dem folgenden Einsatz des Erkundungstrupps, erfolgte der Anmarsch der einzelnen Komponenten des PATRIOT-Systems, wie z.B. RADAR, Feuerleitstand, Startgerät oder Funkmast.
In Echtzeit konnte verfolgt werden wie die jeweiligen Einheiten in Position gehen und das Waffensystem aufbauen, bzw. in Einsatzbereitschaft setzen.
Zwischenzeitlich wurde gezeigt, wie man einem spontanen gegnerischen Drohneneinsatz begegnet und diesen abwehrt.
Zum Abschluss gab es die Möglichkeit unter fachkundiger Anleitung ein Startgerät zu besichtigen.
Für einen ehemaligen PATRIOT-Soldaten, der vor über 30 Jahren seinen Dienst an diesem Waffensystem verrichten durfte, war es ein bekannter und interessanter Einblick, der mir aber einige Veränderungen in der Anwendung im Verhältnis zu damals zeigte.
Diese dynamische Darstellung war die Generalprobe für eine folgende Vorführung vor Führungskräften der Bundeswehr.
Dank gilt dem Verband, dem begleitenden Offizier der Staffel, wie dem Presseoffizier des Geschwaders für die kundige Begleitung unserer Gruppe und der Möglichkeit diese seltene Vorführung erleben zu dürfen.
Text: Andre Tschörtner, Stv. Sektionsleiter Wunstorf / Fotos: BW Kyeck






















